Laborbuch — Installation Schritt für Schritt
Vom leeren Server zum laufenden Laborbuch in ca. 10 Minuten — ohne Programmierkenntnisse.
Die Installation dauert etwa 10 Minuten und erfordert keine Programmierkenntnisse — das Skript stellt einige Fragen und erledigt den Rest selbst. Diese Seite erklärt jeden Schritt.
Was Sie benötigen
- Einen Linux-Server (z. B. Ubuntu oder Debian): mindestens 2 GB RAM und 20 GB Speicher (4 GB RAM mit Virenscanner). Das kann ein gemieteter Server im Rechenzentrum sein (z. B. Hetzner — ab ca. 5 €/Monat) oder ein Server in Ihrem Büro.
- Docker — die kostenlose Umgebung, in der Laborbuch läuft. Falls nicht vorhanden: Installation mit einem Befehl (Schritt 1).
- Remote-Variante (Server im Internet): eine eigene Domain, z. B.
laborbuch.ihrefirma.de, die auf die IP des Servers zeigt (A-Record), sowie offene Ports 80 und 443. - Lokale Variante (Server im Büro): nichts weiter — die IP-Adresse des Servers im Firmennetz genügt.
Was macht das Skript eigentlich?
Sie beginnen mit einem leeren Server — außer Docker (Schritt 1) muss nichts vorbereitet sein. Das Skript installiert das komplette Paket: die Laborbuch-Anwendung, die Datenbank und einen Webserver, der die Verschlüsselung des Datenverkehrs selbst übernimmt. Im Remote-Modus besorgt sich dieser Webserver automatisch ein kostenloses SSL-Zertifikat für Ihre Domain und erneuert es selbstständig etwa alle 3 Monate — Sie kaufen kein Zertifikat, überwachen keine Fristen und konfigurieren nichts; die Verbindungen sind von der ersten Minute an vollständig verschlüsselt (Schloss im Browser). Im lokalen Modus ist der Verkehr ebenfalls verschlüsselt — das Zertifikat stellt die interne Zertifizierungsstelle Ihrer Installation aus (siehe unten).
Schritt 1 — am Server anmelden und Docker installieren
Verbinden Sie sich per SSH (Windows: PuTTY oder eingebautes Terminal; macOS/Linux: Terminal):
ssh root@IHRE-SERVER-ADRESSE
Falls Docker fehlt, einfügen und mit Enter bestätigen:
curl -fsSL https://get.docker.com | sh
Schritt 2 — Installationsskript herunterladen und starten
Fügen Sie diese zwei Zeilen ein (jede mit Enter bestätigen):
curl -fsSL -o install-laborbuch.sh https://koch-laboratory.com/download/install-laborbuch.sh
sh install-laborbuch.sh
Das Skript sendet nichts an uns — alle Passwörter und Schlüssel entstehen auf Ihrem Server und bleiben dort.
Schritt 3 — die Fragen des Skripts
| Frage | Bedeutung | Antwort |
|---|---|---|
| Installationsverzeichnis | Ordner für Programm und Daten | Enter (Standard ./laborbuch) |
| Modus: remote / local | remote = Server im Internet mit eigener Domain; das SSL-Zertifikat wird automatisch ausgestellt. local = Server im Büro, Zugriff nur aus dem Firmennetz |
Rechenzentrum → remote; Büro → local |
| Domain (remote) | Adresse, unter der das Team Laborbuch öffnet | z. B. laborbuch.ihrefirma.de (muss bereits auf den Server zeigen) |
| E-Mail Let’s Encrypt (remote) | Benachrichtigungen zum SSL-Zertifikat | Ihre Admin-E-Mail |
| Hostname oder IP (local) | Adresse des Servers im Büronetz | z. B. 192.168.1.50 |
| Virenscanner (yes/no) | Prüfung hochgeladener Beweisdateien (ClamAV mit automatischer Signatur-Aktualisierung) | yes, wenn das Team Dateien hochlädt (Scans, Messdaten) — benötigt ca. 1,5 GB RAM zusätzlich. no im Hash-only-Modus (Dateien verlassen die Rechner nicht) oder zum späteren Nachrüsten |
| Datenbank: sqlite / postgres | Wo das System die Daten speichert | sqlite (eingebaut — empfohlen). postgres nur, wenn die Firma einen eigenen PostgreSQL-Server samt Administrator hat; das Skript fragt dann nach der Datenbankadresse (Details unten) |
| Admin-Login und -Passwort | Erstes Konto für die Anmeldung | Login frei wählbar, Passwort min. 12 Zeichen |
| Pfad zu license.json | Lizenzdatei von Advena Partners | Falls vorhanden: Pfad angeben; sonst Enter (siehe „Aktivierung”) |
Nach der letzten Frage lädt das Skript die Software und startet das System — am Ende werden Adresse und Login angezeigt.
Lizenz aktivieren
Die Datei license.json erhalten Sie nach dem Kauf per E-Mail. Laden Sie sie in das Installationsverzeichnis auf dem Server (die vorhandene leere Datei überschreiben) — z. B. mit WinSCP oder per Befehl:
scp license.json root@SERVER-ADRESSE:laborbuch/license.json
Kein Neustart nötig — das System erkennt die Lizenz von selbst. Bis zur Aktivierung läuft die Instanz im Nur-Lese-Betrieb. Verlängerung nach einem Jahr = derselbe Schritt mit neuer Datei.
Lokaler Modus — Zertifikat einmalig vertrauen
Im Modus local stellt eine interne Zertifizierungsstelle Ihrer Installation das SSL-Zertifikat aus; der Browser warnt daher beim ersten Aufruf. Importieren Sie auf den Arbeitsplätzen die Datei data/caddy/pki/authorities/local/root.crt aus dem Installationsverzeichnis (Windows: Doppelklick → Zertifikat installieren → Vertrauenswürdige Stammzertifizierungsstellen). Im Modus remote entfällt dieser Schritt.
Datenbank: eingebaut (SQLite) oder PostgreSQL?
Das Skript fragt nach der Datenbank. Für die allermeisten Firmen ist sqlite die richtige Antwort (Standard — einfach Enter):
- keine Administration, keine Konfiguration — läuft sofort,
- Backups und Wiederherstellung per Klick im Adminbereich,
- Leistung mit großem Spielraum für jedes Paket, auch Institut.
postgres wählen Sie nur, wenn Ihre Firma bereits einen PostgreSQL-Server samt Administrator betreibt. Das Skript fragt dann nach der Datenbankadresse im Format postgres://benutzer:passwort@host:5432/datenbank — Datenbank und Konto muss Ihr Administrator vorher anlegen; Backups erfolgen dann mit den Werkzeugen des Datenbankservers (nicht im Panel). Im Zweifel: sqlite.
Sicherheit und Schutz Ihrer Daten
Einige Fakten, die Sie direkt an Ihre IT oder Ihren Datenschutzbeauftragten weitergeben können:
- Die Daten verlassen Ihr Unternehmen nicht. Laborbuch läuft vollständig auf Ihrem Server — der Anbieter hat keinen Zugriff auf Instanz oder Daten. Nach außen gehen ausschließlich kurze kryptographische Prüfsummen (Hashes) zur Zeitstempelung — niemals Inhalte.
- Verschlüsselung bei Übertragung und Speicherung. Verbindungen sind immer verschlüsselt (HTTPS in beiden Installationsmodi); Beweisdateien werden zusätzlich mit AES-256 auf der Festplatte verschlüsselt. Der Schlüssel entsteht bei der Installation auf Ihrem Server und verlässt ihn nie.
- Zugriffskontrolle. Zwei-Faktor-Anmeldung (App, Hardware-Token oder E-Mail-Code — je Konto vom Administrator festgelegt), automatische Sperre bei Passwort-Rateversuchen, Rollen sowie Maskierung der Stunden zwischen Kolleginnen und Kollegen.
- Manipulationssicheres Journal. Abgeschlossene Einträge können weder geändert noch gelöscht werden (Korrekturen nur per offenem Storno); jede Woche wird über zwei unabhängige Kanäle zeitgestempelt — u. a. in der Bitcoin-Blockchain. Der Unversehrtheitsnachweis ist ohne Mitwirkung des Anbieters verifizierbar.
- Zugriffsprotokoll und Backups. Das System protokolliert, wer wann Berichte einsah und Dateien herunterlud; Datenbank-Backups erstellen Sie per Klick, jede Wiederherstellung hinterlässt eine Spur.
- Compliance-Dokumentation: TOM — technische und organisatorische Maßnahmen, Art. 32 DSGVO, AVV-Muster, Aufbewahrung nach GoBD.
Nach der Installation — die ersten 15 Minuten
- Unter der angezeigten Adresse anmelden (Admin-Konto).
- Adminbereich → Seiteneinstellungen → Laborprofil: Git-Integration und Modus der Beweisdateien (Upload oder hash-only) festlegen.
- Projekt anlegen und Teammitglieder zuweisen.
- Benutzerkonten anlegen und je Konto die 2FA-Methode festlegen (App / Hardware-Token / E-Mail).
- Adminbereich → Datenbank-Backups → erstes Backup erstellen.
Weiter führen Sie die Handbücher: Benutzerhandbuch (tägliche Teamarbeit) und Administrator-Handbuch (Konfiguration, Wochenabschlüsse, Backups, Lizenz).
Häufige Probleme
- Seite antwortet nicht → auf dem Server:
cd laborbuch && docker compose logs web. - Zertifikatsfehler im Remote-Modus → prüfen, ob die Domain auf die Server-IP zeigt (
ping domain) und die Ports 80/443 offen sind. - „Nur-Lese-Betrieb” → Lizenzdatei fehlt oder ist abgelaufen; liegt
license.jsonim Installationsverzeichnis? - Uhrzeiten gegenüber der Uhr verschoben → Laborbuch zeigt Zeiten in einer Zeitzone für die gesamte Installation an (Standard
Europe/Berlin). Arbeitet Ihr Team in einer anderen Zeitzone, setzen Sie in der Datei.envim InstallationsverzeichnisTIME_ZONE=auf einen IANA-Namen (z. B.Europe/Lisbon) und führen Siedocker compose up -daus.
Support: info@dms-secure.de — bitte die Ausgabe von docker compose logs web beilegen (ohne sensible Daten).